40 Bewerbungen. 0 Einladungen zum ersten Gespräch. Und diese leise Stimme im Kopf, die fragt: „Solltest du dich vielleicht doch mit weniger zufriedengeben?"
Anfang letzten Jahres habe ich für mich eine klare Entscheidung getroffen: Mein nächster Schritt ist die Abteilungsleitung.
Ich habe intern Gespräche geführt, mich während unserer Transformation positioniert und gehofft, dass der Weg sich fügt. Am Ende wechsle ich nun extern.
Dieser Weg war kein leichter
Wer den Sprung vom Teamlead zum Head of machen möchte, tritt auf dem Arbeitsmarkt gegen Menschen an, die diesen Titel bereits tragen. Da kommt man nach der vierzigsten Absage ganz schön ins Zweifeln — besonders, wenn man von Natur aus nicht der geduldigste Mensch ist. Es hat extrem viel Zeit und Energie gekostet.
Zwischendurch stand ich vor der Wahl: Aufgeben und Abstriche machen? Oder reflektieren und nachschärfen?
Ich habe mich für Letzteres entschieden. Ich habe die Ausrichtung meiner zukünftigen Head-of-Rolle noch einmal adjustiert, bin aber meinen Werten und Rahmenbedingungen treu geblieben.
Und ja: Glück gehört dazu
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, die richtige Person zu treffen. Mir hat in dieser anstrengenden Phase ein Gedanke sehr geholfen:
Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
Ich freue mich nun sehr auf meinen neuen Weg.
Die Frage, die bleibt
Gleichzeitig nehme ich eine wichtige Frage für mich mit: Wie funktioniert strategische, interne Positionierung eigentlich wirklich — damit der nächste Entwicklungsschritt nicht wieder so ein langer Kampf wird?
Wie machst du deine Ambitionen intern sichtbar und steuerst deine berufliche Entwicklung, ohne dich zu verbiegen?