„Zickig" oder „durchsetzungsstark"? Welches Wort wir wählen, verrät oft mehr über unsere eigenen Stereotypen als über die Führungskraft selbst.
Ich bin eine große Frau. Ich habe jahrelang Handball gespielt. Durchsetzen war für mich nie ein Problem, an Selbstbewusstsein mangelt es mir nicht.
Trotzdem gibt es da diesen einen inneren Antreiber in mir: Ich möchte gemocht werden.
Im Business führt das zu einem Spannungsfeld. Muss ich Entscheidungen durchboxen, falle ich für manche aus der Rolle der „netten Kollegin" und gelte als anstrengend.
Raus aus der Gender-Debatte
Trotzdem weigere ich mich, in die klassische Gender-Debatte einzusteigen. Weder haben Frauen die besseren Leadership-Eigenschaften gepachtet, noch Männer. Wir alle sind das Produkt unserer Erfahrungen.
Was mich im Alltag — und bei Impactalyst — wirklich weiterbringt, ist ein rein pragmatischer Blick auf Kompetenzen:
- Fokus auf das Was, nicht das Wer: Welche konkrete Qualität bringt jemand mit?
- Lernen durch Integration: Wie kann ich mir eine nützliche Eigenschaft eines Kollegen oder einer Kollegin zu eigen machen?
- Die Balance im Team: Fehlt uns gerade Empathie, Struktur oder pure Durchsetzungskraft?
Wir brauchen keine Diskussion darüber, ob männliche oder weibliche Führung besser ist. Wir brauchen Teams, die sich ergänzen. Die Mischung macht's.
Und du?
Wie stellst du in deinem Team sicher, dass echte Kompetenzen gefördert werden — und nicht nur klassische Rollenbilder?