Ein Jour fixe mit mir selbst. Zweimal die Woche. Ohne Ausnahmen.
Wer als Führungskraft nicht organisiert ist, verliert im operativen Rauschen nicht nur den Überblick, sondern am Ende des Jahres auch seine Ziele. Die Lösung dafür kostet mich nur ein paar Minuten, ist aber mein wichtigstes Tool für Fokus.
Der 50-Zentimeter-Blick
Ein alter Chef von mir nannte es den „50-Zentimeter-Blick", ich nenne es „JF mit mir selber": Zurücklehnen, Kopf heben, navigieren.
- Was steht an?
- Was müssen wir erreichen?
- Wo liegen die kritischen Blocker?
Das hilft unheimlich, um aus dem ständigen Reaktionsmodus herauszukommen und wieder aktiv zu gestalten.
Der zweite Anker: das Kanban-Board
Damit die Themen dann nicht nur in meinem Kopf kreisen, ist unser zweiter Anker ein gemeinsames Kanban-Board für das Team. Wer das Prinzip noch nicht nutzt — so machen wir uns das Leben damit leichter:
Es ist eine rein visuelle Methode, die den Aufgabenfluss des gesamten Teams auf einem Board von „Offen" bis „Erledigt" darstellt. Das Prinzip zwingt uns im Alltag dazu, angefangene Arbeit erst abzuschließen, bevor wir neue Themen auf den Tisch ziehen.
Das Ergebnis ist pragmatische Transparenz darüber, wer woran arbeitet und wo wir uns gerade selbst blockieren.
Und wir arbeiten dort mit Checklisten. Das hakt Aufgaben nicht nur ab, sondern macht unsere gemeinsamen Erfolge sichtbar.
Gerade dann, wenn es brennt
Ironischerweise werfen viele genau diese Struktur über Bord, sobald es mal richtig brennt — weil plötzliche Brände „wichtiger" wirken als die eigene Organisation.
Und du?
Wie organisierst du dich, wenn der Terminkalender überläuft? Was ist deine absolute Must-have-Routine, die du auch an Stresstagen nicht streichst?