Krass, die KI kennt mich (leider?) schon sehr gut.

Das war mein erster Gedanke bei einem Erlebnis, das mich in den letzten Tagen echt beschäftigt hat.

Ich nutze KI mittlerweile für viele Dinge. Unter anderem sparre ich damit gerne zwischenmenschliche Themen — gerade aus der Coaching-Perspektive ist das extrem spannend. Privat habe ich der KI dafür auch erlaubt, auf meine vorherigen Chats und Kontexte zuzugreifen.

Neulich beschreibe ich also eine Situation und bitte um Reflexion. Die Antwort der KI?

„Eine ähnliche Situation hattest du doch neulich schon mal mit XY. Du könntest daran jetzt wie folgt anknüpfen …"

Auf der einen Seite: mega cool und hilfreich. Auf der anderen Seite: sehr erschreckend. Und vor allem extrem persönlich.

Die persönliche Filterblase

Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Wenn man nicht aufpasst, wird die KI zu einer extrem persönlichen Filterblase.

Sie hat diese eingebaute Tendenz, uns als Prompter immer wieder zu bestätigen. Wenn die KI sich an meine alten Muster und Geschichten erinnert, birgt das natürlich auch die Gefahr, dass ich in meiner eigenen Sichtweise nur noch bestärkt werde — selbst wenn ich vielleicht gerade komplett falsch liege.

Als Sparringspartner ist dieses Level an Kontextverständnis faszinierend. Aber man muss aufpassen, dass man nicht in seiner eigenen Echokammer landet.

Und du?

Lässt du zu, dass die KI sich an dich und deine vorherigen Unterhaltungen „erinnert"? Und hattest du auch schon diesen Moment, wo es sich fast ein bisschen zu persönlich angefühlt hat?

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