Leistung. Ein Wort, bei dem wir im Business alle brav nicken — und doch meinen wir oft völlig Unterschiedliches.
Was ist eigentlich „ausreichende Leistung"? Heißt es, alle Aufgaben auf der Liste zu schaffen? Immer exzellent zu sein?
Die Realität in den meisten Teams sieht heute anders aus: Es gibt schlicht zu viel Arbeit für die vorhandenen Köpfe.
Wer heute versucht, 100 % aller Anforderungen zu erfüllen, bringt keine Leistung, sondern verbrennt.
Echte Leistung entsteht anders
- durch den Mut zur harten Priorisierung,
- durch die Fähigkeit, 100 % der relevanten Aufgaben exzellent abzuschließen,
- durch eine absolute Klarheit in der Rolle und der Verantwortung.
Das führt unweigerlich zu der Frage: Wenn die Verantwortung glasklar ist, müssen wir Leistung dann noch starr messen?
Meine Landkarte ist nicht das Gebiet
Für mich persönlich lautet die Antwort: Nein. Ich habe eine sehr hohe intrinsische Motivation. Die klassische „Karotte der Anerkennung" durch extrinsische Bewertung brauche ich nicht. Im Gegenteil — sie kann diesen inneren Antrieb sogar beschädigen.
Gleichzeitig weiß ich als Führungskraft und Coach: Meine Landkarte ist nicht das Gebiet. Andere Menschen brauchen genau diese messbare Anerkennung, um sich sicher und wertgeschätzt zu fühlen.
Führung bedeutet, diese Unterschiede zu erkennen und den Rahmen passend zu gestalten.
Und du?
Welches Verständnis von Leistung herrscht in deinem Team — und wie schützt du dabei die unterschiedlichen Motivationsquellen deiner Leute?